Mehrsprachigkeit in der ukrainischen Literatur am Beispiel der Autorinnen Sofija Jablons’ka und Has’ka Šyjan

Authors

  • Claudia Dathe European University Viadrina, Frankfurt (Oder), Germany

DOI:

https://doi.org/10.4312/an.56.1-2.209-228

Keywords:

ukrainische Literatur, Mehrsprachigkeit, Übersetzen, kulturelle Zugehörigkeit, transkulturelle Biografien

Abstract

Ausgehend von einigen grundsätzlichen Überlegungen zur Verfasstheit weniger präsenter, so genannter „kleiner Literaturen“ (Kafka) befasst sich der vorliegende Artikel mit Erscheinungs-, Darstellungs- und Reflexionsformen von kultureller und nationaler Zugehörigkeit und Mehrsprachigkeit in der ukrainischen Literatur. Die ukrainischen Autorinnen Sofija Jablons’ka und Has’ka Šyjan setzen sich in ihren Texten autobiografisch und fiktional mit kulturellen Zugehörigkeiten, Zuschreibungen und Konzepten von Gemeinschaft und Nation vor dem Hintergrund transkultureller Erfahrungen auseinander. Sie wurden vom mehrsprachigen Raum Galiziens und dem Leben in verschiedenen kulturellen und nationalen Räumen geprägt. Der Beitrag zeigt anhand der Travelogues Der Charme von Marokko und China, das Land von Reis und Opium von Sofija Jablons’ka und des Romans Hinter dem Rücken von Has’ka Šyjan verschiedene Beobachtungs- und Reflexionsperspektiven im Kontext multipler kultureller und nationaler Zugehörigkeiten und thematisiert anhand von Übersetzungen ins Deutsche die unterschiedlichen Adressatenperspektiven für die vorgestellten Werke.

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References

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Published

08.12.2023

How to Cite

Dathe, C. (2023). Mehrsprachigkeit in der ukrainischen Literatur am Beispiel der Autorinnen Sofija Jablons’ka und Has’ka Šyjan. Acta Neophilologica, 56(1-2), 209–228. https://doi.org/10.4312/an.56.1-2.209-228

Issue

Section

From Ethical Aspects of Literature to Literary Historical Studies in an Intercultural Context